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Junge Rotkreuzschwestern sitzen am Tisch
Junge Rotkreuzschwestern sitzen am Tisch

Historie

Die Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. (WSSRK) verbindet seit 1919 professionelle Pflege mit Gemeinschaft, Verantwortung und den Grundsätzen des Roten Kreuzes.

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Seit 1919 für die Menschlichkeit

Seit mehr als einem Jahrhundert verbindet die WSSRK professionelle Pflege mit Gemeinschaft, Verantwortung und den Grundsätzen des Roten Kreuzes. Dabei hat sie sich immer wieder gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Anforderungen im Gesundheitswesen gestellt, aktiv mitgestaltet und sich weiterentwickelt.

  1. Bild Königin Charlotte

    1919 : Gründung der Schwesternschaft

    Am 24. April 1919 werden die Grundbestimmungen für die neue, überkonfessionelle Rotkreuzschwesternschaft in Württemberg beschlossen. Sie trägt zu Ehren von Königin Charlotte von Württemberg den Namen Charlottenschwestern. Im ehemaligen Hotel Hermann in Bad Cannstatt entsteht das erste Mutterhaus.

  2. altes Bild von Frauen

    1938 : Ein neues Zuhause in Stuttgart

    Die Schwesternschaft erwirbt das Grundstück in der Relenbergstraße 90. Das Gebäude soll künftig als Mutterhaus und als Ort der Gemeinschaft dienen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert zunächst den geplanten Ausbau.

  3. Babys auf Liege

    1939 : Schwesternschaft im Nationalsozialismus

    Während der Zeit des Nationalsozialismus musste sich die Schwesternschaft den Repressalien und Vorgaben des Regimes beugen. Jüdische und jüdischstämmige Menschen wurden ausgeschlossen, die organisatorische Unabhängigkeit ging verloren und die Arbeit wurde zunehmend auf den militärischen Sanitätsdienst ausgerichtet. Auf diesen Teil unserer Geschichte sind wir nicht stolz. Die WSSRK setzt sich deshalb aktiv und kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinander und versteht die Auseinandersetzung damit als bleibende Verantwortung.

  4. altes Bild WSSRK im Krieg

    1944 : Zerstörung und Verlust

    Bei Luftangriffen wurden zunächst das Charlottenhaus in der Silberburgstraße und später auch das Gebäude in der Relenbergstraße zerstört. Die Rotkreuzschwestern verlieren ihr Zuhause und werden bis zum Kriegsende nach Bad Mergentheim evakuiert.

  5. Gruppenbild bei Neugruendung Schwesternschaft

    1947 : Neubeginn als Verein

    Nach dem Krieg wird die Schwesternschaft neu geordnet. Die Vereinseintragung und die erste Satzung schaffen die Grundlage für den Wiederaufbau und die weitere Entwicklung als selbstständige Gemeinschaft. Der Neubeginn steht zugleich für eine bewusste Abkehr von Ausgrenzung, ideologischer Vereinnahmung und dem Verlust der Unabhängigkeit während der NS-Zeit. Humanität, Gleichbehandlung und die Hilfe für Menschen unabhängig von Herkunft oder Überzeugung werden zum Maßstab für die weitere Entwicklung – Werte, die später in den sieben Grundsätzen des Roten Kreuzes ihren verbindlichen Ausdruck finden.

  6. Wiederaufbau altes Gebäude

    1950 : Wiederaufbau des Mutterhauses

    Mit großem persönlichem Einsatz beteiligen sich die Rotkreuzschwestern am Wiederaufbau. Am 15. Dezember 1950 wird das neue Mutterhaus in der Relenbergstraße seiner Bestimmung als ein Ort der Verbundenheit und des gelebten Gemeinschaftsgefühls übergeben.

  7. Schwarz-Weiß Bild Krankenhausleben

    1952 : Schwesternmangel wird zur Herausforderung

    Schon in den 1950er Jahren fehlen zunehmend qualifizierte Pflegefachpersonen. Entlastung im Alltag, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Zeit für die Ausbildung werden deshalb zu wichtigen Themen der Schwesternschaft.

  8. Mutterhaus Terrasse Relenbergstraße Stuttgart

    1960 : Wandel des Mutterhaussystems: Verheiratete Schwestern werden zugelassen

    Durch die vielen sozialpolitischen Veränderungen in Deutschland wandelt sich auch die Struktur der Schwesternschaften. So wurde beispielsweise die Mustersatzung des Verbandes der Schwesternschaften 1960 dahingehend geändert, dass verheiratete Schwestern Mitglied bleiben konnten. Dennoch bleibt das Mutterhaus auch für die jüngeren Schwestern ein wichtiger Bezugspunkt und ein Ort mit hoher symbolischer Bedeutung. Zahlreiche Schwestern schätzen das Mutterhaus weiterhin als einen Ort der Verbundenheit und des gelebten Gemeinschaftsgefühls.

  9. Rotkreuzschwester in neuer Imagekleidung

    1971 : Aufbruch in eine neue Arbeitswelt

    Kürzere Arbeitszeiten, ein modernes Vergütungssystem und veränderte Lebensentwürfe wandeln das traditionelle Mutterhausmodell. Verheiratete Schwestern können nun auch in der Württembergischen Schwesternschaft Mitglied bleiben und die Schwesternschaft entwickelt sich zunehmend zu einer modernen Berufs- und Wertegemeinschaft.

  10. Bau des Betreuten Wohnens in der Relenbergstraße

    1996 : Neue Wohnformen am Relenberg

    Mit der Fertigstellung der Wohnanlage Relenbergstraße 82/86 schafft die Schwesternschaft altersgerechten Wohnraum in unmittelbarer Nähe zum Mutterhaus. Damit reagiert sie auf veränderte Bedürfnisse ihrer Mitglieder und entwickelt das frühere Mutterhausprinzip weiter.

  11. Haus Eichholzgärten im Schnee kurz nach der Fertigstellung

    2015 : Ausbau eigener Pflegeangebote

    Mit der Eröffnung des Hauses Eichholzgärten beginnt eine neue Phase des Betreuungsangebotes. In den folgenden Jahren erweitert die WSSRK ihr Angebot um eigene Tagespflegeeinrichtungen und ambulante Pflege. So entstehen miteinander verbundene stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote.

Die Oberinnen der WSSRK seit der Gründung

Seit der Gründung unserer Schwesternschaft 1919 haben elf Oberinnen die Schwesternschaft geführt. Voller Hingabe machte jede Einzelne gemeinsam mit unseren Mitgliedern die Schwesternschaft zu der Organisation, die sie heute ist.

  • Altes Bild von Oberin Ella Goez

    Oberin Ella Goez

    1919–1936
  • Bild von Schwester mit Hund

    Oberin Regine Köhler

    1936–1956
  • Schwarz-Weiß Bild einer Schwester

    Oberin Bertha Kaack

    1956–1968
  • Oberin Kläre Finkbeiner Portrait

    Oberin Kläre Finkbeiner

    1968–1978
  • Oberin Marianne Tank

    1978–1980
  • Oberin Marianne Sigel

    1980–1991
  • Oberin Gisela Fahr Portrait

    Oberin Gisela Fahr

    1991–2003
  • Bild Oberin Erika Jäger

    Oberin Erika Jaeger

    2003–2009
  • Bild Blonde Frau

    Oberin Barbara Morlock-Schicks

    2009–2016
  • Portrait Susanne Scheck

    Oberin Susanne Scheck

    2016–2024
  • Portrait Anne-Katrin Gerhardts_4-3_

    Oberin Anne-Katrin Gerhardts

    Seit September 2024

Die Schwesternschaft

Seit über 100 Jahren verbindet die Württembergische Schwesternschaft vom Roten Kreuz Pflege, Gemeinschaft und Verantwortung. Als Teil der Rotkreuzbewegung begleiten wir Pflegefachpersonen beruflich und persönlich in unterschiedlichen Lebensphasen und Arbeitsbereichen.

Buch pflegen helfen

Jubiläumsbuch „pflegen helfen“

Sie wollen noch mehr über uns und unsere Historie wissen? Zum hundert jährigen Jubiläum veröffentlichten wir das Buch „pflegen helfen“. 100 Jahre einer ganz besonderen Geschichte. Die Geschichte einer ehemaligen Königin, die entgegen aller Widerstände die Charlottenschwestern gründete. Die Geschichte von Operationen im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs. Die Geschichte von selbstlosen humanitären Hilfseinsätzen im Ausland. Vor allem aber ist es die Geschichte einer einzigartigen Gemeinschaft, die sich der Pflege hilfsbedürftiger Menschen verschrieben hat, zutiefst menschlich und ohne Ansehen von Herkunft, Religion oder Lebensweise.

Das Buch kann für einen Unkostenbeitrag von 20 Euro erworben werden. Bitte geben Sie bei der Bestellung die gewünschte Anzahl und Ihre Adresse an.

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Du hast Fragen?

Ob zur Ausbildung bei der Schwesternschaft, unseren Einrichtungen oder Kooperationsmöglichkeiten – wir sind gern persönlich für Dich da.

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