Was tun, wenn eine Katastrophe den Alltag verändert und die pflegerische Versorgung vor besonderen Herausforderungen steht? Um auf solche Situationen vorbereitet zu sein, kamen im September und Oktober erneut Pflegefachpersonen zu zwei Fortbildungen des Kompetenzzentrums Pflege im Bevölkerungsschutz im DRK-Logistikzentrum in Kirchheim unter Teck zusammen.

Basiskurs: Pflege in Krisen und Katastrophen

Bereits zum vierten Mal fand der Basiskurs Pflege im Bevölkerungsschutz in Kirchheim unter Teck statt. Vom 21. bis 25. September beschäftigten sich die teilnehmenden Pflegefachpersonen aus ganz Deutschland damit, welche Aufgaben sie bei Krisen und Katastrophen im Inland übernehmen können.

Neben theoretischen Grundlagen standen viele praktische Themen auf dem Programm. Dazu gehörten die Triage, die Kommunikation in Krisensituationen, Hygiene und die Organisation der Versorgung vor Ort. Auch die psychosoziale Unterstützung, mentale Gesundheit und die eigene Reflexion waren wichtige Bestandteile. Ziel ist es, Pflegefachpersonen Sicherheit für den Einsatz zu geben und sie auf die besonderen Anforderungen im Katastrophenfall vorzubereiten. Der Basiskurs wird inzwischen an verschiedenen Standorten der DRK-Schwesternschaften in Deutschland angeboten. Durchgeführt wird er vom Kompetenzzentrum Pflege im Bevölkerungsschutz.

Premiere in Deutschland: Einführung in die Mobile medizinische Versorgungseinheit

Vom 16. bis 18. Oktober folgte die Einführung in die Mobile medizinische Versorgungseinheit (MMVe). Die Schulung wurde erstmals in dieser Form in Deutschland durchgeführt. Zwölf Pflegefachpersonen nutzten die Gelegenheit, die mobile Versorgungseinheit und ihre Ausstattung kennenzulernen.

Hier stand das praktische Arbeiten im Mittelpunkt. Am Freitag bauten die Teilnehmenden die MMVe gemeinsam mit Lehrenden des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg auf. Am Samstag wurden die Räume, Geräte und medizinischen Abläufe vorgestellt und die EKG-Kenntnisse aufgefrischt. Am Sonntag konnten die Teilnehmenden das Gelernte mit Unterstützung von Statistinnen und Statisten in verschiedenen Einsatzszenarien erproben.

Gemeinsam lernen, Erfahrungen teilen

Bei beiden Kursen waren Mitglieder der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz, weiterer Rotkreuzschwesternschaften und externe Pflegefachpersonen dabei. So kamen unterschiedliche Erfahrungen zusammen, die den Austausch bereicherten.

Die beiden Fortbildungen zeigen, wie wichtig es ist, sich gemeinsam auf besondere Einsatzlagen vorzubereiten. Denn auch in Krisen und Katastrophen müssen Pflegefachpersonen schnell handeln und Menschen fachgerecht versorgen können.